Hinweis für Eltern für die Zeit ab dem 2. November 2020

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Es ist mal wieder für Sie als Eltern eine große Herausforderung die neuen Beschränkungen des täglichen Lebens ab dem 2. November 2020 zu bewältigen. Ihre Kinder brauchen Sie beide als Eltern, weil jeder von Ihnen anders mit dieser neuerlichen Krisensituation umgeht und damit jeder von Ihnen beiden Ihren Kindern Stabilität geben kann, nutzen Sie diese Chance gemeinsam und unterstützen Sie sich dabei.

Umgangszeiten, die bis jetzt für Ihre Kinder vereinbart waren (gerichtlich oder außergerichtlich), gelten unverändert weiter, sollten eventuell den neuen Gegebenheiten angepasst werden:

Passen Sie als Eltern gemeinsam Ihre Betreuungszeiten für die Kinder nach Ihren ab dem 2.11.2020 neuen beruflichen und familiäraußern Gegebenheiten an. Der erste Ansprechpartner für die Kinderbetreuung ist immer der andere Elternteil. Persönliche Animositäten haben jetzt keinen Raum mehr. Keinesfalls sollten Sie Großeltern in Anspruch nehmen, denn sie gehören der Risikogruppe an.

Für alle Eltern sollte der Grundsatz gelten:

„Wir besprechen gemeinsam die vielleicht anzupassenden Betreuungszeiten unserer Kinder und wir versprechen uns, dass wir als Eltern gemeinsam unsere Kinder in dieser neuerlichen Ausnahmesituation stärken werden, jeder mit seinen Ressourcen.“

Sind beide Eltern von der Arbeit freigestellt (kein Home-Office), dann sollten die Betreuungszeiten nach Möglichkeit außerhalb der Kita- und Schulzeiten annähernd hälftig geteilt werden.

Familiengerichte erwarten in laufenden Verfahren von Ihnen beiden ein angemessenes Verhalten. Die in familiengerichtlichen Verfahren beteiligten Berufsgrupen (Mitarbeiter der Jugendämter, Verfahrensbeistände/-innen, Richter*innen, Gutachter*innen) werden spätere Berichte sehr ernst nehmen, in denen über Eltern/Elternteile berichtet wird, die auch unter äußerst ungewöhnlichen Umständen unflexibel und selbstbezogen reagiert haben.

Nochmals: Sämtliche Konflikte spielen derzeit keine Rolle, damit Ihre Kinder und Sie gut durch die Zeit ab dem 2.11.2020 kommen, die durchaus auch Chancen zu einer neuen Verständigung und Ausrichtung Ihrer Familie bietet.

Sollten Sie bei der Anpassung veränderter Betreuungszeiten Hilfe benötigen, wenden Sie sich an Jugendämter,  Beratungsstellen oder Anwälte und Anwältinnen.

Dies gilt auch für die Frage, wie der Unterhalt in dieser Zeit handzuhaben ist, gerade auch bei Einkommensveränderungen durch Kurzarbeit oder Kündigung der Arbeitsstelle.

30.10.2020